MTBO-Camp DK 2017

Vom Mittwoch, dem 26.04., bis zum Sonntag, dem 30.04., fand wieder einmal das unter Freunden, der manchmal fälschlicherweise als Rad-OL bezeichneten Sportart, beliebte MTBO-Trainingscamp in Dänemark statt.

 

Nahe dem kleinen dänischen Städtchen Fjerritslev (nur Dänen können das aussprechen) hatte das engagierte Organisationsteam ein aufwendiges, hochkarätiges und anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt. Eine deutsche Abordnung, von ,,hoffnungsvollen Talenten“ hatte sich dorthin aufgemacht. Husti, Ulf, Swen, Anke, Sturmi, Harry, Sergej und Harti waren mit von der Partie.

Gleich am Mittwochabend wurde mit einem Nacht MTBO eröffnet, welcher durch die Ortslage von Fjerritslev führte. Hierbei legte unsere Anke gleich ein gutes Rennen hin, wobei Sie durch einen „kleinen Fehler“ sogar die Bestzeit knapp verpasste. An den folgenden 3 Tagen standen jeweils Mitteldistanz-Rennen in verschiedenen Geländen auf dem Plan, welche alle ein Höchstmaß an Orientierung sowie Fahrtechnik abverlangten.

In diesen Wäldern gab es zwischen den üblichen Waldwegen noch von Regionalen MTB-Vereinen angelegte Single-Trails, welche für den Kartenaufnehmer sowie für die Teilnehmer zu einer höchstschwierigen Aufgabe wurden. Im MTBO stellt es bekanntlich immer eine Herausforderung dar sich den jeweiligen Regeln in den Geländen anzupassen. Hier war es so, dass das „Wegegebot“ galt! In erster Linie auch um den Veranstaltern die Genehmigung für weitere Rennen zu ermöglichen! Dies fiel vorrangig den älteren Teilnehmern schwer, sicherlich ein Problem eingeschränkter Sicht……..?!

Die Rennen am Donnerstag und Sonntag waren als Wertungsläufe für die World-Master-Series ausgeschrieben. Hierbei konnten sich die beiden Orientierungsurgesteine Harald (Harry) Männel und Sergej Sonnenberg wieder ordentlich in Szene setzen. Auch der nun im Kreise der Vierziger angelangte Mark (Husti) Huster kam gut zurecht.

Jeweils am Nachmittag konnte man seine grauen Zellen und die Physis auch noch mit zusätzlichen Orientierungsaufgaben trainieren. Der Schwerpunkt lag auf Routenwahlen und Merkfähigkeiten. Auch hier scheute der Veranstalter keine Mühen! Allabendlich fanden sich die deutschen Teilnehmer in einer der kleinen Strandhütten auf dem zentralen Campingplatz ein, um sich in gemütlicher Runde ein über die Grenze geschmuggeltes Feierabendbier zu gönnen. Auch hier gehörte Harry wieder zu den besten und unterhielt die Truppe mit Storys aus seinem Bewegten O-Leben...

Abschließend fand am Sonntagvormittag noch eine Ultra-Langdistanz mit wechselnden O-Aufgaben statt. Eine riesige Karte mit allen Geländetypen, von Strand bis Wald und ewigen Asphaltstraßen und langen steilen Treppen. Es war alles dabei! Nachdem alle auf den 20, 30 oder 45 km Luftlinie müde gemacht wurden ging es zum Ziel über eine Karte im Maßstab 1:6000 und nochmals führte ein langer Single-Trail ins Ziel.

Wermutstropfen an allen Tagen, das muss erwähnt werden, war das Zeitnahmesystem! Welches immer wieder abstruseste Zeiten und zum Teil sogar Komplettausfälle einiger Teilnehmer zur Folge hatte. Bei der Ankündigung, dass im nächsten Jahr SI verwendet wird kam bei der Abschlussveranstaltung großer Jubel auf. Dieser Umstand trübte das Vergnügen hier und da etwas, und es bleibt zu hoffen dass die Veranstalter im Nachhinein die Ergebnisse noch einmal auf Sinnhaftigkeit prüfen. In erster Linie die der Masters WC Rennen um ein faires Ergebnis für alle gestarteten zu ermöglichen.

 

Abschließend bleibt zu sagen, eine Fantastische Veranstaltung um sich auf das schon begonnene Wettkampfjahr vorzubereiten. Es wäre auch eine Phantastische Möglichkeit für junge Sportler in der Cool-Kids Klasse. Der Altersdurchschnitt steigt Allerorten!

 

Bericht: vom Harti

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